BUBIAG - Werkssiedlungen in Schwarzheide            


                                                                                                                                            

 

                                       


                                            
Diese Werkssiedlung in der Nähe des Wandelhofes wurde von der BUBIAG, einem Bergbau-Unternehmen für seine Bergleute gebaut.

Die BUBIAG wurde im Jahr 1900 durch den jüdischen Kohlengroßhändler Fritz Friedländer aus Gleiwitz unter finanzieller Beteiligung der AEG gegründet und hatte seinen Sitz in Lauchhammer. Den Grundstock für das Unternehmen bildeten zwei kurz zuvor von Friedländer erworbene bzw. aufgeschlossene Braunkohlengruben bei Lauchhammer. Das Unternehmen wuchs rasant und stieg zu einem der bedeutendsten Bergbauunternehmen des Lausitzer Reviers auf.

Die Reihen- bzw. Mehrfamilienhäuser wurden 1920 fertig gestellt. Das zentrale Gebäude auf der nördlichen Straßenseite trägt die Jahreszahl 1920. Die acht Häuser bilden ein schönes Ensemble im Stil der Gartenstadtarchitektur. Während es südlich meist Reihenhäuser mit ausgebauten Dachgeschossen sind, wurden nördlich nur doppelstöckige Gebäude errichtet.

Es entstand neben den Wohnhäusern Nr. 39 bis 41 eine Verkaufs- und Kantinenbaracke zur Versorgung der Bauarbeiter der BUBIAG-Siedlung sowie ein kleines Haus mit Wäschemangel und Backofen.

Die alten Fotoaufnahmen der BUBIAG-Wandelhofsiedlung sind vermutlich um 1930 entstanden. Diese Siedlungsanlage wurde 2000 neu gestaltet und die Häuser von Grund auf renoviert. Es entstanden 2 kleine Geschäftsstrassen links und rechts des südlichen Teils der Wohnanlage.

 Die BUBIAG-Siedlung zählt zu den erhaltenswerten Werkssiedlungen. Sie wurde in die Liste der Werkssiedlungen des Landes Brandenburg aufgenommen.


Eine weitere BUBIAG-Werkssiedlung entstand 1921 in Zschornegosda /Schwarzheide-West, der Bürenhof.

Diese schöne Wohnanlage besteht aus sieben Häuser, jeweils für 2 Familien und wurde in Anlehnung an die Gartenstadt-Architektur, die besonders beim Siedlungsbau in den zwanziger und dreißiger Jahren große Verbreitung fand, gebaut.

Diese Wohnanlage wurde von der BUBIAG als Angestelltensiedlung in Auftrag gegeben.

Der heutige Hugo-Wolfram Platz hat sich kaum verändert. Der Platz und die einmalige Architektur der Siedlungshäuser blieben erhalten. Die harmonische Anordnung der Häuser in einem Rondell gibt dem Platz ein reizvolles Aussehen.

                   

Fotos und Text: "Schwarzheide gestern & heute"; Bildband, herausgegeben vom Kultur- und Heimatverein Schwarzheide (2007)

  Zeitmaschine Lausitz Werkssiedlungen (internationale Bauaustellung Fürst-Pückler Land)

Kerstin Tischer

 

Hans Jank, 01987 Schwarzheide, Goetheplatz 2  ***  letzte Aktualisierung 07.05.17 18:36